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Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt: Deutschland gut für Herausforderungen gerüstet

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OECD-Studie zu Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen vorgestellt 

Unter dem Titel »Zusammen arbeiten: Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten in Deutschland und anderen OECD-Staaten« veranstaltete das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gestern gemeinsam mit der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eine hochrangige Konferenz im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin. Dazu treffen sich rund 300 internationale Gäste, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Verwaltung, der OECD, der Europäischen Kommission und weiteren internationalen Organisationen, um über die erfolgreiche Integration von Geflüchteten in Arbeit und Ausbildung zu diskutieren. Die OECD stellte auf der Konferenz ihre neue Studie zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten in Deutschland vor.

Bundesministerin Andrea Nahles: »Ich freue mich sehr darüber, dass wir heute in Berlin mit internationalen Regierungsverantwortlichen, Wirtschaft, Gewerkschaften und Expertinnen und Experten zusammenkommen, um bei der Integration der Geflüchteten voneinander zu lernen. Ich danke der OECD, meiner schwedischen Amtskollegin Ylva Johansson sowie dem kanadischen Minister für Einwanderung, Flüchtlinge und Staatsbürgerschaft Ahmed D. Hussen für den guten und intensiven Austausch. Wenn wir bei der Integration von Geflüchteten gemeinsam an einem Strang ziehen - Politik, Wirtschaft, Gesellschaft -und auch international zusammenarbeiten, können wir dieses Potential in unseren alternden Bevölkerungen gut verwirklichen: Viele der Flüchtlinge sind jung, sie sind motiviert, wir können sie ausbilden und wir haben offene Stellen. Mit dem Integrationsgesetz und vielen weiteren Maßnahmen haben wir für die richtigen Weichenstellungen gesorgt. Das bestätigt auch die OECD mit ihrer Studie zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten in Deutschland«.

Gabriela Ramos, Sonderbeauftragte des OECD-Generalsekretärs und Sherpa: »Deutschland hat in den vergangen zwei Jahren mit der Aufnahme von Flüchtlingen Beeindruckendes geleistet. Nun gilt es sicherzustellen, dass Flüchtlinge mit Bleibeperspektive Arbeit und ihren Platz in der deutschen Gesellschaft finden. Unsere Studie zeigt das Potential, das in Flüchtlingen steckt, und die Bereitschaft von Arbeitgebern, dieses auch zu nutzen. Allerdings müssen jetzt nach der Bewältigung der Erstaufnahme Schritte zur strukturellen Integration folgen. Angebote zur beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie zu fachspezifischem Deutschunterricht sollten insbesondere für Geringqualifizierte weiter ausgebaut werden. All dies erfordert Investitionen, die sich erst langfristig auszahlen. Die Erfahrungen anderer Länder zeigen jedoch, dass solche Maßnahmen eine wesentliche Voraussetzung dafür sind, dass die Aufnahmegesellschaft langfristig von Migration profitiert«.

Die OECD stellte ihre neue Studie »Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten: Deutschland« vor. In der Studie wird deutlich, dass Deutschland für die Herausforderungen gut gerüstet ist. Deutschland hat den rechtlichen Rahmen und auch die Unterstützungsleistungen für einen frühzeitigen Arbeitsmarktzugang seit 2016 deutlich verbessert und weiter ausgebaut - beides sind entscheidende Voraussetzungen für nachhaltige Integrationserfolge, so die OECD in ihrer Studie.

 

Gruende für das Anstellen von Fl

 

In die Studie sind auch die Ergebnisse einer aktuellen Befragung unter Arbeitgebern eingeflossen. Laut der Umfrage, die die OECD gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag unter mehr als 2.000 Unternehmen in Deutschland durchgeführt hat, sind 80 Prozent der Unternehmen, die bereits Geflüchtete beschäftigt haben, zufrieden mit ihrer Arbeitsleistung. Entscheidend für eine erfolgreiche Integration in Ausbildung und Arbeit sind nach Auffassung aller befragten Unternehmen - je nach Anforderungsprofil des Arbeitsplatzes - gute bis sehr gute Deutschsprachkenntnisse. Mehr als jedes dritte Unternehmen erachtet die Vermittlung von berufsbezogenen Sprachkenntnissen während der Beschäftigung für sehr wichtig. Daher hat der Bund kürzlich die berufsbezogene Deutschsprachförderung neu aufgestellt und die Angebote umfassend ausgebaut.

Am Rande der Konferenz besucht Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, gemeinsam mit Ahmed D. Hussen, Minister für Einwanderung, Flüchtlinge und Staatsbürgerschaft in Kanada, Ylva Johansson, Ministerin für Beschäftigung und Integration in Schweden und Gabriela Ramos, Sonderbeauftragte des OECD-Generalsekretärs und Sherpa das Qualifizierungsprojekt »Chance Plus« für Flüchtlinge der S-Bahn Berlin GmbH/Deutsche Bahn AG. Mit dem Projekt der Einstiegsqualifizierung wird speziell jungen geflüchteten Menschen die Möglichkeit gegeben, sich für eine Ausbildung zu qualifizieren.

 

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