Weiterbildungsguide gr

Anzeige

Anzeige

 

ANZEIGEN

Anzeige

Weiterbildung

Personalmanagement

Beruf & Arbeit

Projektion: Arbeitskräfteangebot sinkt auch bei hoher Zuwanderung

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 
IAB4

Projektion des Erwerbspersonenpotenzials bis 2060:  Auch bei einer Nettozuwanderung von 200.000 Personen jährlich sinkt das Arbeitskräfteangebot bis 2060 auf unter 40 Millionen   

Liegt die jährliche Nettozuwanderung in den nächsten Jahrzehnten mit rund 200.000 im Bereich des langjährigen Durchschnitts in Deutschland, würde das Arbeitskräfteangebot vom heutigen Stand mit rund 46 Millionen bis zum Jahr 2060 auf unter 40 Millionen sinken. Die voraussichtlich weiter steigende Erwerbsbeteiligung der Frauen und der Älteren ist dabei schon berücksichtigt. Um das Arbeitskräfteangebot bis 2060 auf dem heutigen Niveau zu halten, wäre eine jährliche Nettozuwanderung von 400.000 Personen erforderlich. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

In den nächsten Jahren würde zwar bei einer Nettozuwanderung von jährlich 200.000 Personen das Arbeitskräfteangebot noch leicht steigen, und auch im Jahr 2030 wäre es mit 44,5 Millionen noch annähernd auf dem heutigen Niveau. Danach würde sich aber die Abnahme beschleunigen, sodass auch bei Berücksichtigung der weiter steigenden Erwerbsquoten der Frauen und der Älteren im Jahr 2060 weniger als 40 Millionen Personen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen würden.

Das Arbeitskräfteangebot wird aufgrund des demografischen Wandels auch älter. Die Zahl der Arbeitskräfte jüngeren und mittleren Alters sinkt deutlich. So waren im Jahr 2015 9,5 Millionen Erwerbspersonen jünger als 30 Jahre. Mit einem Wanderungssaldo von jährlich 200.000 Personen wären es 2030 gut 8,0 Millionen und 2060 rund 7,5 Millionen. Die Zahl der 30- bis 49-Jährigen geht von 20,2 Millionen im Jahr 2015 auf 19,6 Millionen im Jahr 2030 zurück. 2060 umfasst das Potenzial dieser Altersgruppe nur noch 17,4 Millionen Erwerbspersonen.

Steigen wird die Zahl der älteren Arbeitskräfte, allerdings nur zeitweise. Das Potenzial der 50- bis 64-jährigen Erwerbspersonen wird wegen der Alterung der Baby-Boom-Generation zunächst zahlenmäßig stärker werden. Ausgehend von 14,7 Millionen im Jahr 2015 erreicht das Potenzial der 50- bis 64-Jährigen 2021 mit 16,2 Millionen seinen höchsten Wert. Der nachfolgende Rückgang ist bereits eine Folge der Alterung der Baby-Boom-Generation, von der immer mehr in Rente gehen. Bis 2060 sinkt diese Altersgruppe auf 12,1 Millionen.

Im Fazit halten die Arbeitsmarktforscher fest: »Die Anerkennung Älterer in der Gesellschaft, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Integration von Migranten sind Ziele, deren Stellenwert aus einer Arbeitsmarktperspektive heraus noch zunimmt«.

 

  LINKS  

 

Das könnte Sie auch interessieren...

Erwerbstätigkeit in der EU im ersten Quartal 2017
Erstes Quartal 2017 gegenüber dem vierten Quartal 2016 Erwerbstätigkeit sowohl im Euroraum als auch in der EU28 um 0,4% gestiegen      Die Zahl der Erwerbstä...
OECD: Regierungen müssen Beschäftigte beim Erwerb der richtigen Qualifikation insbesondere durch Weiterbildung und Umschulung unterstützen
OECD veröffentlicht Beschäftigtenausblick 2017: Die Arbeitsmärkte im OECD-Raum erholen sich, der Aufschwung bleibt aber unausgewogen      Die Arbeitsmä...
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Mai 2017
BA: »Anhaltend günstige Entwicklung«   »Mit der anhaltenden Frühjahrsbelebung ist die Zahl der arbeitslosen Menschen im April erneut deutlich gesunken. Die gute...
Arbeitsmarkt April 2017: 1,5 Prozent mehr Erwerbstätige im Vorjahresvergleich
Im April 2017 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 43,9 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Gegenüber April...
BA-X (Mai 2017): »Kräftenachfrage bleibt auf sehr hohem Niveau«
BA-Stellenindex für Deutschland im Mai 2017.   Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X), ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in...
IAB-Arbeitsmarktbarometer 05/2017: Beschäftigung legt weiter zu
Höchster Wert seit sechs Jahren   Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Mai gegenüber dem Vormonat um 0,2 Punkte gestiegen. Damit liegt der Frühindikator des...
G20-Ministertreffen: Gemeinsam für eine faire und soziale Zukunft
G20-Arbeits- und Beschäftigungsminister verabschieden gemeinsame Erklärung zu beschäftigungspolitischen Fragen  Unter dem Motto »Für eine faire und soziale Zukunft...
Arbeitsmarkt 1. Quartal 2017: Anhaltend positive Entwicklung der Erwerbstätigkeit
Im ersten Quartal 2017 hatten nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 43,7 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland. Im Vergleich...
BA-X (April 2017): »Dynamische Entwicklung der Kräftenachfrage«
BA-Stellenindex für Deutschland im April 2017.   Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X), ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in...
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im April 2017
BA: »Gute Entwicklung setzt sich fort«   »Mit der anhaltenden Frühjahrsbelebung ist die Zahl der arbeitslosen Menschen im April erneut deutlich gesunken. Die gute...
Arbeitsmarkt März 2017: Erwerbstätigkeit mit stabilem Aufwärtstrend
Im März 2017 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 43,8 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Gegenüber März...
IAB-Arbeitsmarktbarometer 04/2017: Arbeitsmarkt bleibt im Aufwind
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer zeigt im April weiterhin sehr gute Aussichten für die Entwicklung des Arbeitsmarkts in den kommenden Monaten. Der Frühindikator des IAB verbleibt...

iwwb